Grenzzirkel


Iris Hoppe




Solistin 2019


1 Videoskulptur / Rauminstallation

Drahtskulptur mit audiovisuellen digital- und analog Equipment                              


Skulptur 330 x 220 cm







Videoaufnahme Peter Hinschläger

In dem nahezu quadratischen Raum (Hausnr. 23) zeigt Iris Hoppe die Videoskulptur Solistin (2019).

Eine Balletttänzerin aus Drahtgeflecht dreht sich langsam um ihre Achse. Ausgestattet mit aufwendiger Technik, deren Kabel so etwas wie Blutgefäße sein könnten, die die Energiezentren miteinander verbindet, wirft sie aus drei Projektoren Bilder an die Wand.

Diese Bilder erzählen von dem Auflösen einer Wohnung, eines Lebens, und rotieren mit der Figur.


Im Kopf der Figur befindet sich ein Display mit dem Porträt einer älteren Frau, 

Iris Hoppes Mutter. Das Lied „Die Gedanken sind frei“ wird aus Lautsprechern an den Ohren abgespielt- die Musik kommt hier aus den Ohren. Es gibt viele Einzelheiten in der komplex gebauten Installation, die in der Kombination mit den projizierten Bildern und der Musik eigene Assoziationen auslösen und an eigene Erinnerungen und Erfahrungen anknüpfen können.






Individual Borders 2003 


Partizipatives Videoprojekt / Intervention im öffentlichen Raum     

40 PartizipantInnen      


09:10 min. DV mit O-Ton 

Individual Borders wurde 2003 auf der Biennale di Venezia in der Utopia Station Arsenale im Rahmen von [ve] 01 border counter gezeigt, ein Ausstellungsprojekt des Forscher-Netzwerks Multiplicity und  Stefano Boeri (IT). 


Das Video entstand auf einer Autofahrt zwischen Berlin und Venedig, bei der Hoppe die deutsch-tschechische, tschechisch-österreichische, österreichisch-slowenische und slowenisch-italienische Landesgrenze sowohl auf abseitigen Nebenstraßen, wie auf Hauptverkehrsstraßen passierte.  An den Grenzübergängen sprach sie Reisende an und bat diese, vor dem staatlichen Grenzübergang ihre ganz persönliche Grenze mit einem Stück Kreide auf dem Asphalt zu definieren. 

Zeitwerk 2017


1 Videoinstallation mit analogem Spielzeug-Riesenrad 

Projektion  300 x 400 cm


DV (8 Min. Endlosschleife), Videobeamer, Leinwand,

DVD Player, 2 Lautsprecher, Spielzeug-Riesenrad (Durchm. 50 cm), Stehlampe

Gesamtformat variabel, Schattenwurf Durchm. mind. 300 cm

Videoaufnahme Peter Hinschläger

Die Installation besteht aus zwei Teilen:

im projizierten Film ist zu sehen, wie die Tochter von Iris Hoppe mit 120 Radschlägen an 120 Kunstwerken der Biennale in Venedig 2017 vorbei turnt und dabei immer wieder Pausen macht, in denen sie der Kamera den Rücken zuwendet und das Kunstwerk betrachtet.

Gleichzeitig wird der Schattenriss eines Spielzeug-Riesenrades auf die Leinwand projiziert, dessen Bewegung in die gegenläufige Richtung geht. So überschneiden sich in den Bildern zwei verschiedene Rhythmen und Zeitläufe und finden manchmal eine kurze Pause, wenn das Mädchen innehält, um ein Werk zu betrachten. 

In der Installation bezieht Iris Hoppe ihre Tochter in ihr Werk ein, deren spielerisches Radschlagen die Idee auslöste. Durch das Einbeziehen ihrer nächsten Umgebung und der verschiedenen Generationen- in der Videoskultptur „Solistin“ ist 

es die Mutter, die auf dem Bildschirm im Kopf der Figur zu sehen ist- schafft es Iris Hoppe,

über die Bewegung, das Drehen, das Kreisen etwas vom Vergänglichen und Flüchtigen, von Erinnerungen spürbar werden zu lassen.


Fotos und Videos VG Bild - Kunst 


Exercise to stay in balance 2017
Zeichnung auf Papier
Ecoline, Kohle, Graphit
70 x 50 cm


Submerge (entwachsen) 2015
Zeichnung auf Papier
Ecoline, Kohle, Graphit
50 x 35 cm


Zeit…die Macht der fortschreitenden Zerstörung 2019 Fotoarbeit
Pigmentdruck auf Barytpapier,
Dibond Kaschierung


Outgrow (entwachsen)
2015
Zeichnung auf Papier
Ecoline, Kohle, Graphit
50 x 35 cm


Nachlass I.
2019
Pigmentdruck auf Barytpapier,
Dibond Kaschierung
100 x 80 cm


Discharge (entladen) 2015
Zeichnung auf Papier
Ecoline, Kohle, Graphit
50 x 35 cm


Garten 2019
Pigmentdruck auf Barytpapier,
Dibond Kaschierung
100 x 80 cm